Harry Potter und die Heiligtümer der Langeweile

Gestern war es endlich soweit – mit Vorfreude und voller Spannung auf den neuen Potter-Teil ging es ins Kino. Der letzte Teil um die Harry-Potter-Saga hatte einen durchaus spannenden Anfang – wilde Kampfszenen, eine “Achterbahnfahrt” und ein Drachen – was will man mehr. An dieser Stelle sei nochmals angemerkt, dass ich die Bücher nicht gelesen habe, aber dafür alle Filme gesehen habe. Und vorab: Ich bin vom letzten Teil ziemlich enttäuscht.
Nicht das der spannende Teil sich über den gesamten Film gezogen hätte – insgesamt fühlte es so an, als versuche der Regisseur den Film so zu strecken, damit er genauso lang wird wie die anderen. Zudem kamen noch seltsame, in die länge gezognen Szenen dazu, in denen eigentlich kurze Gespräche mit wenig fundiertem Inhalt einfach unnötig gestreckt wurden -so jedenfalls mein Empfinden.

Ein Beispiel hierfür ist die Szene, in der Harry Potter in einem von Licht erfüllten, weißen Raum erwacht (nachdem er von Voldemort “fast” getötet wurde und ohnmächtig ist) und zunächst ein seltsames Wimmer-Geräusch hört – unter einer Bank sieht er dann die Überreste, des zuvor noch in ihm lebenden Teils, von Lord Voldemort – darauf taucht Albus Dumbledore auf und der Dialog zwischen beiden Figuren ist unerträglich langweilig, langwierig und hätte ruhig kürzer sein können. Der Zuschauer fühlte sich wie aus dem eigentlichen Film gerissen – und ich sage es nur ungern, da ich bis jetzt alle Teile super fand – aber man hoffte, der Film ist bald vorbei. Da nützte selbst der Endkampf von Potter und Tom Riddle alias Voldemort nichts mehr, um die Stimmung anzuheben. Leider fiel dieser Teil etwas für meinen Geschmack wiederrum zu kurz aus. Auch waren im letzten Kampf viele Freunde an Harrys Seite, die ihr Leben gelassen haben – der Regisseur hielt es leider nicht für notwendig vielleicht eher diese Szenen mehr auszubauen – am Ende sah man halt nur noch die toten Körper, man konnte jedoch nicht erfahren, wie diese gestorben sind.

Die letzte Szene im Film als Sonderteil – 19 Jahre später

Ein kleiner Junge steht genau an der Stelle am Bahnhof, an dem auch einst die Zauber-Reise für den kleinen Harry Potter begann. Oh Wunder – taucht dann ein gealteter Potter auch noch direkt daneben auf und hilft seinen Sohn mit dem Gepäck zum richtigen Gleis zu kommen. Darauf sieht man all die bekannten Gesichter – wie beispielweise Ron und Hermine mit ihren Kindern. Leider hat die Maske an dieser Stelle nicht gerade ihr überaus bestes Können gezeigt, die Darsteller sahen nicht wirklich älter aus und die auf älter getrimmten Frisuren verursachten eher ein Rauhnen und Gelächter der Kino-Besucher – soviel sei schon mal verrraten.

Fazit der Kritik

Insgesamt ist der letzte Teil um Harry Potter, Hermine, Ron und Co. etwas lieblos ausgefallen und verwirrende Szenen trugen nicht gerade zu einer Besserung bei. Einige Dinge hätten noch näher beleuchtet werden müssen. Einige Rätsel der Hauptfiguren wurden nur angeschnitten und es wirkte leider alles sehr unfertig. Meiner Meinung nach hätte man sich diesen Teil sparen können und einfach eine weitere Stunde an den vorherigen Teil ranhängen können – dann hätte man nicht nur Zeit gespart, es wäre außerdem eine runde Sache gewesen und ich wäre wenigstens zufriedener gewesen. Wer sich Harry Potter und die Heiligtümer der Langeweilige – äh des Todes – dennoch anschauen möchte, sollte lieber auf die DVD oder Blueray warten.

Sicherlich ist dies auch eine Frage des Geschmacks und andere sind von diesem Teil sehr begeistert.

Wer von Euch hat das letzte Buch gelesen – wie wird dort das Ende geschildert?

Bild: ©2011 Warner Bros Entertainment Inc., Screenshot: movie-minds.com

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2 Antworten auf Harry Potter und die Heiligtümer der Langeweile

  1. Timo sagt:

    Hast du noch mehr Inforationen darueber ?

  2. Frontzeck sagt:

    Hallo Timo,

    was möchtest du denn genau wissen?

    Gruß

    Marleen

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